Schatzsucher Literatur Nugget

Fundmöglichkeiten von Sondengängern

Im internationalen Vergleich sind die tatsächlichen Fundmöglichkeiten (in Bundesländern ohne Schatzregal auch die Rechtslage ) für deutsche Sondengänger überdurchschnittlich gut. Lange Perioden der Metallnutzung in einem relativ dicht besiedelten Landstrich schufen Voraussetzungen für historische Funde, von denen z.B. die Sucher in den USA, dem Land mit den wohl meisten Sondengängern, nur träumen können.

Das soll nun aber nicht heißen, dass es "einfach" wäre, qualitätsvolle historische Funde zu machen. Das ist es leider nicht. Wer glaubt, man müsse nur in den nächsten Wald gehen, ein wenig mit dem Metalldetektor herumfuchteln, das Piepsignal abwarten, den Münzschatz ausgraben und sei dann pünktlich zum Mittagessen wieder daheim, wird enttäuscht werden.

Im Wald wird er zunächst hauptsächlich entsorgten Müll der Nachkriegszeit finden, auf Feldern viel Kleinschrott und eine gelegentliche Gammelmünze des 20. oder 19. Jhd.. Übrigen sind auch viele Bodendenkmäler eher fundarm, auch wenn laut Volksmund auf jeder zweiten Burgruine ein Schatz vergraben liegt.

Mit der Zeit jedoch werden die Funde immer besser und gerade die ersten Jahre bescheren dem geduldigen und beharrlichen Sondengänger viele Glücksmomente in Form von Erstfunden. Der erste Fund einer Art ist emotional immer der Beste.

Trotz guter Ausgangsbedingungen bedarf es der Recherche und, wie bei jeder Jagd, der Geduld. Insbesondere Recherche ist unverzichtbar, je mehr desto besser. Ich selber bin teilweise mehr im Archiv als im Feld, die meisten Sondengänger werden das jedoch für übertrieben halten.

Mit der Zeit kommt die Erfahrung hinzu. Dann steht guten Funden nichts mehr im Wege, und zwar in allen Teilen Deutschlands, wobei jede Region ihre ganz eigenen Chancen bietet.

Ein chronologisch und nach Metallart geordnetes Fundpanorama meiner hauptsächlich deutscher Funde findet sich auf meiner englischsprachigen Website Metal detecting in Germany. Dort findet man Funde von der Keltenzeit bis zum 2. Weltkrieg.

(C) Thorsten Straub, www.sondengaenger-deutschland.de