Schatzsucher Literatur Nugget

Gespräch eines Sondengängers mit dem BLFD

Wenn man direkt mit den Leuten redet, erfährt man mehr über ihre Einstellungen als wenn man nur Medienberichte über sie liest. Diesem Gedanken folgend bemühte ich mich im April 2006 um einen Termin bei Herrn Dr. Sommer, dem Leiter der Abteilung Bodendenkmalpflege im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege BLFD. Mit einem seiner Mitarbeiter hatte ich im Rahmen von Fundmeldungen schon häufiger zu tun, nie jedoch mit ihm selber.

Bei den Münchenern Sondengängern galt Herr Dr. Sommer als a) Hardliner, die in der Sondengängerfrage eine „Null Toleranz“ Politik fuhr und b) als sehr temperamentvoll. Vorwegnehmend kann ich sagen, dass beides nicht falsch ist. Lange Jahre hinweg stellte ich mir Herrn Dr. Sommer etwa so vor wie den Großinquisitor Bernardo Gui aus der Verfilmung von „Der Name der Rose“. In der lokalen Presse wurde er mit Äußerungen zitiert, wonach theoretisch selbst derjenige eine Genehmigung des BLFD braucht, der in seinem Garten ein Gemüsebeet anlegt. Besonders lebhaft in Erinnerung waren einem Münchener Sondengänger die Ereignisse um die Ausstellungseröffnung im Erdinger Heimatmuseum:

Erding ist eine Kleinstadt in der Nähe von München. Der gesamte Großraum München bis zur Grenze nach Österreich ist archäologisch praktisch unerforscht, wenn man von punktuellen Grabungen, d.h. fast immer durch Baumaßnahmen verursachte Notgrabungen, absieht. Im Raum Erding, teilweise Altsiedelland, wurden dabei z.T. interessante Funde gemacht, so dass hier auf der ansonsten fast gänzlich weißen Karte der Archäologie in diesem Gebiet einige Fähnchen stecken.

Der Erdinger Raum wurde auch früh von Sondengängern, z.T. mit Genehmigung, abgesucht. Einige dieser Sondengänger hatten zugestimmt, ihre Funde leihweise dem Erdinger Museum zur Verfügung zu stellen.
Normalerweise steht bei Museumsstücken nicht dabei, wenn sie mit einem Metalldetektor gefunden wurden. Das Wort wird tunlichst vermieden. Da das Erdinger Museum die meisten seiner Exponate im Hauptraum, insbesondere aus römischer Zeit, von Sondengängern bezog und wohl auch weil man als Lokalmuseum weniger in die Fraktionsdisziplin amtsarchäologischer Institutionen eingebunden war, erwähnten sie den Metalldetektor nicht nur hier und da, sie stellten ihn sogar unübersehbar an zentraler Stelle in eine Vitrine, zusammen mit den Namen von Sondengängern, die Funde beigetragen hatten.

Das erste, was Herr Dr. Sommer bei der Ausstellungseröffnung sah, als er den Raum betrat, war eben jener Metalldetektor, für ihn das Utensil des Bösen schlechthin. Ich war nicht anwesend, aber es soll eine sehr lebhafte Diskussion entstanden sein.

Soviel als Einleitung.

Als ich in der Höhle des Löwen anrief, meldete sich seine sehr freundliche Sekretärin, Frau Huber. Ich stellte mich als Sondengänger vor – sie blieb sehr freundlich – und erläuterte mein Anliegen. Sie sagte die Weiterleitung zu und ich solle in einigen Tagen noch einmal anrufen. Das tat ich. Sie hatte noch nicht mit ihm über meine Anfrage sprechen können, ich sollte nach einigen Tagen erneut anrufen. Bei diesem dritten Anruf erfuhr ich, dass ich einen Termin erhalten hatte.

Bis jetzt war es prima gelaufen. Ich hatte einen Termin beim Chef der Bodendenkmalpflege und er wusste auch, dass ich Sondengeher war. Es war mir wichtig, dass ihm das von vorneherein klar war. Ich verscheuchte Gedanken, wonach er mich sonst bei der ersten unbedachten Erwähnung des Wortes „Metalldetektor“ in einem Anflug heiligen Zorns mit einem zufällig seinen Schreibtisch zierenden bronzezeitlichen Dolch niederstechen würde, und begann die Vorbereitungen.

Ich war und bin als Amateurarchäologe mit der Sonde tätig und steckte die - Jahre zuvor im Internet veröffentlichte - Dokumentation einer meiner Prospektionen entlang der Rückzugsroute eines SS Division in den letzten Kriegstagen ein. Dazu gehörten Karten mit Fundverteilungen, Luftbilder, digitale Höhenmodelle etc. Auch erstellte ich ein „Sucherprofil“ meiner Person mit einer Zusammenfassung meiner Suchaktivitäten auf einer A4 Seite. Außerdem betrachtete ich eine Folge aus „C14 – Archäologie in Deutschland“ aus meinem Videoarchiv, in der Dr. Sommer über römische Funde aus Rodgau berichtete und darüber, dass ihm Befunde wichtig seien, nicht Funde.

Am fraglichen Tag betrat ich das BLFD. Der Termin war um 14 Uhr. Um nur ja nicht zu spät zu kommen war ich 13:30 vor Ort und lief noch einmal um den Block. Um 13:50 meldete ich mich im Sekretariat und wurde von Frau Huber freundlich zu einer kleinen Sitzgruppe geleitet, mit dem Hinweis, Herr Dr. Sommer käme um 14 Uhr. Um 14 Uhr kam sie noch mal wieder, das Gespräch verzögere sich auf 14:15 Uhr, weil der Vortermin länger dauerte als geplant. Das war das letzte Mal, dass ich sie sah. Es wurde 14:30 Uhr.

Über der Sitzgruppe waren einige Fotos mit Denkmälern aufgehängt. Eines zeigte die eingefahrenen Gleise der Römerstraße von Klais bei Mittenwald. Das erinnerte mich an meine ersten Suchen überhaupt, die entlang einer Römerstraße stattfanden, die heute nur noch ein kaum merklicher Damm im Wald ist, begleitet von Materialentnahmegruben die aussehen wie Bombenkrater. Römisches hatte ich dort nicht gefunden, wohl aber frühneuzeitliche (deutsch: 300-500 Jahre alte) Hufeisen. Das zeigte, wie lang die Trasse noch benutzt wurde. Selbst auf Karten um 1800 war sie noch deutlich als Weg eingezeichnet.

Um 14:45 Uhr kam Herr Dr. Sommer vorbeigehastet, riss mich aus meinen Sondengängergedanken, erklärte, dass es jetzt gleich losgehen würde, und wies auf ein Büro. Dort wartete zu meiner Überraschung bereits ein weiterer hochrangier Archäologe, Herr Dr. Irlinger, Referatsleiter Oberbayern. Ein schneller Blick in die Runde – kein Bronzedolch.

Um ein wenig das Eis zu brechen, während wir auf Herrn Dr. Sommer warteten, fragte ich Herrn Dr. Irlinger, ob er auf einer kürzlichen Tagung [1] einen szenebekannten Luxemburger Archäologen (siehe „Internetszene“) kennengelernt hatte. Beide waren dort gewesen und der Luxemburger hatte mir erzählt, dass er am Mittagstisch neben einem bayerischen Archäologen gesessen hatte, dessen Namen ihm aber unbekannt war. Aber der Name des Luxemburger Berufskollegen sagte Herrn Dr. Irlinger nichts.

Dann trat Herr Dr. Sommer ein und brachte eine Kaffeekanne und Tassen mit. Ich verscheuchte den - ohnehin abwegigen - Gedanken, dass, da wir alle aus der gleichen Kanne tranken, keine Abführmittelscherze zu erwarten waren und das Gespräch begann.

Herr Dr. Sommer begann sehr sachlich, was den Einstieg erleichterte: „Sie haben um diesen Termin ersucht. Was wünschen Sie?“
Ich erwiderte „Nach den Medienberichten gelten Sie als jemand, der der Sondengeherei sehr skeptisch gegenübersteht. Dies begründen Sie unter anderem mit dem Informationsverlust, der durch unzulängliche Dokumentation entsteht. Wenn sie gestatten, würde ich Ihnen gerne meine Dokumentation zeigen und sie dann fragen, ob Sie auch dann die Sondengeherei ablehnen, wenn man die Ergebnisse so festhält“.

Er war einverstanden und ich legte die Dokumentation [2] auf den Tisch.

Es begann ein Gespräch, das geschlagene zwei Stunden dauern sollte. Hier muss ich mal einhaken: auf dieser Website spare ich wahrlich nicht mit Kritik an den Archäologen, hier jedoch muss ich Ihre Gesprächsbereitschaft ausdrücklich anerkennen. Ich hatte mit 15-30 Minuten gerechnet und nun nahmen sich zwei höchstrangige Mitarbeiter der Bodendenkmalpflege des BLFD , einer Sondengänger gegenüber sehr ablehnend eingestellten Institution der Amtsarchäologie , sogar zwei Stunden Zeit für das Gespräch mit einem Sondengänger. Das hatte ich nicht erwartet. Und auch am Ende, um das vorwegzunehmen, gaben wir uns noch die Hand. Es würde mich freuen, wenn diese Schilderung dazu beiträgt, dass auch andere Sondengänger Kontakt mit dem zuständigen LDA aufnehmen und zumindest mal die Lage sondieren.

Das Gespräch kann schon aufgrund seiner Länge hier nur in Grundzügen wiedergegeben werden.

Meine beiden Gesprächspartner waren unterschiedliche Charaktere. (Anmerkung: Es geht auf dieser Website immer um Grundzüge, nicht um Einzelpersonen. Aber erstens verkörperten die beiden in guter Näherung die sachliche und die emotionale Seite des Denkmalschutzes und zweitens hat die persönliche Einstellung des Leiters der Bodendenkmalpflege aufgrund der vagen Gesetze einen sehr großen Einfluss auf das Verhalten der gesamten Behörde gegenüber den Bürgern.)
Dr. Irlinger war der typische Wissenschaftler, sachlich, Informationen aufnehmend, analysierend, kategorisierend, sich vorsichtig äußernd.
Dr. Sommer hingegen war vergleichsweise emotional und ausgesprochen kommunikativ. Er teilt sich sehr gerne mit und lässt andere gerne an seinen Gedanken teilhaben.
Als grobe Schätzung sprach Dr. Sommer 60%, Dr. Irlinger 10% und ich 30% der Zeit. Ich hätte gerne mehr über die Einstellung von Dr. Irlinger zu den besprochen Dingen erfahren.

Oft war Energie und Zurückhaltung nötig, um die anbrandenden Gefühlswogen vom Herrn Dr. Sommer zu glätten oder zumindest nicht weiter zu verstärken. Zwar geht Engagement nun mal oft mit Emotionen einher, für die Sachdebatte war diese Energie jedoch verloren.

In der Wirtschaft beginnen Gespräche zwischen Leuten, die sich zum ersten Mal sehen, in der so genannten Aufwärmphase mit netten Belanglosigkeiten wie „Haben Sie gut hergefunden?“ etc. . Hier ging man gleich in medias res und hat mir mehr oder weniger erzählt, dass mein Hobby illegal sei. Offenbar entfiel die Aufwärmphase.

Bei Gesprächen zwischen Sondengängern und Amtsarchäologen sind juristische Einschüchterungsversuche seitens der Behördenvertreter üblich. So ein Anfangsgeplänkel gehört dazu und man darf niemanden dafür böse sein. Man sollte jedoch juristisch und archäologisch gut Bescheid wissen, sonst steht man auf verlorenem Posten.

Man begann mit Eigentumsfragen. Konkret ging es um ein US Kampfmesser aus dem 2. Weltkrieg, das ich gefunden hatte. Man wollte von mir wissen, ob ich den Grundeigentümer informiert hatte. Das hatte ich nicht. Nun ist a) der materielle Wert eines solchen Messers zu geringfügig um irgendjemanden zu interessieren, b) ist das Messer formaljuristisch 100% Eigentum der US Regierung ohne Eigentumsanteil des Grundeigentümers und c) frage ich die Amtsarchäologen in Nichtschatzregalländern wie Bayern auch nicht, ob sie jedes auf einer Grabung gemachte Fundstück dem Grundeigentümer zeigen und ihn darauf hinweisen, dass es ihm zu 50% gehört.

Nachdem wir die eigentumsrechtliche Fragen angesprochen hatten ging es weiter zum beliebten Thema
Befundstörung. Dr. Irlinger wies allgemein darauf hin, dass Metallobjekte, z.B. Fibeln, häufig besser zu datieren und somit wissenschaftlich wertvoller sein als Keramikscherben. Konkret hatte ich bei der Prospektion eines Hügels unter einer quadratischen, grob bearbeiteten Steinplatte eine Reihe von frühneuzeitlichen Nägeln gefunden. Das hatte ich dem Amt auch schon Jahre vorher gemeldet. Nach meiner Theorie war die Platte Teil eines Fundaments für ein einfaches Gebäude und die Nägel ein so genanntes Bauopfer, d.h. sie wurden bewusst vergraben, um das Gebäude vor Unheil zu schützen. In ländlichen Gegenden war so etwas bis ins 19. Jhd. üblich und noch heute ist die Flasche Sekt, die bei der Schiffstaufe „geopfert“ wird, ein letztes Überbleibsel dieses Aberglaubens.

Auch die Herren hielten ein Bauopfer für möglich. Statt aber anzuerkennen, dass ich die Nägel und die Steinplatte a) überhaupt erst gefunden, b) kartiert, c) gereinigt (Nägel), d) dokumentiert, e) wohl korrekt interpretiert und f) gemeldet hatte, wurde darüber geklagt, dass beim Ausgraben ein möglicherweise vorhandenen Befunde gestört worden war, den richtige Archäologen möglicherweise hätten korrekt aufnehmen können. Dass die Amtsarchäologen diesen Hügel nach menschlichem Ermessen nie untersucht hätten und dass somit rein akademische Nachteile sehr praktischen Vorteilen gegenüberstanden (wie übrigens allgemein bei Sondengängerfunden und auch bei der berühmten Himmelsscheibe von Nebra) spielte für die Herren keine Rolle.

Ich wies darauf hin, dass ich bei einem anderen, gemeldeten Fund eines vermuteten mittelalterlichen Rennofens meine Grabung eingestellt und sie informiert hatte, woraufhin weder eine Untersuchung ihrerseits noch je eine Antwort erfolgte. Wenn sie so ein Ofen nicht interessiere, wieso kann ich denn dort nicht forschen? Die Herren entgegneten, so ein Ofen interessiere sie schon, aber ihre Kapazitäten seien halt begrenzt.

Ich wies darauf hin, dass ich prinzipiell bereit bin archäologische Schäden bei meiner Suche genauso zu vermeiden wie z.B. materielle. Dass ich auf die Suche in einem Areal verzichten würde, wenn man mir erklärt, was genau an dieses Areal so besonders macht und dass es von Berufsarchäologen untersucht werden wird. Aber eben auch nur dann.

Meine aufwendige Funddokumentation haben sie zwar sehr aufmerksam betrachtet, sich aber nicht wertend über sie geäußert. Herr Dr. Irlinger fand es amüsant, dass publizierende Hobbyforscher genau wie sie Lageinformationen aus dem veröffentlichten Material heraushalten müssen, wollen sie nicht Gefahr laufen, das andere das Areal absuchen.

Herr Dr. Sommer vertrat zu meiner größten Überraschung die Ansicht , es sei nicht Aufgabe des BLFD Bodendenkmäler zu erforschen, sie suchen vielmehr genau dies zu verhindern. Herr Dr. Irlinger ergänzte, es hieße ja auch Denkmalschutzbehörde.

Diese Haltung leuchtete mir nun gar nicht ein, denn der einzige Grund, warum Bodendenkmäler überhaupt unter Schutz stehen, sind die in ihnen enthaltenen Informationen. Endzweck des Schutzes ist die Erforschung. Dabei beschränkt sich die restriktive Haltung der Behörde nicht nur auf evtl. unqualifizierte Privatleute, sondern wird abgeschwächt auch gegen Uniarchäologen eingenommen, die eine Grabung durchführen wollen. Denn, so die offizielle Argumentation, ausgraben heißt zerstören und zukünftige Generationen werden noch mehr Informationen aus diesen Erdschichten herausziehen können als wir heute. Meinem Einwand, dass das auch an jedem beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft zuträfe, begegnete Herr Dr. Sommer mit einem recht leidenschaftlichen und dezibelreichen „NATÜRLICH ist das so“, ohne auf den Einwand jedoch argumentativ einzugehen.

Formal könnte man noch ergänzen, dass laut Denkmalschutzgesetz die Erforschung der Denkmäler sehr wohl zu den Aufgaben des BLFD gehört [3] und dass der erste Satz auf der Startseite der Webpräsenz [4] des BLFD lautet „Aufgabe des Landesamtes ist es, die fachgerechte Erhaltung und Erforschung der Denkmäler sicherzustellen“.

Herr Dr. Sommer neigt offenbar zu Extremen, nicht nur in der Sondengängerfrage (keinerlei Suchgenehmigung, egal wo, und keinerlei Registrierung von gemeldeten Funden, unabhängig vom Grad der Dokumentation; deren Meldung wird gleichwohl gefordert), sondern auch bei der Aufgabengewichtung der Bodendenkmalpflege des BLFD. Ausgewogener und auch mehr den Tatsachen entsprechend dürfte sein, dass das BLFD sowohl Erhalt als auch Erforschung der Bodendenkmäler zu verfolgen hat mit Schwerpunkt auf dem ersteren und mit Ermessenspielraum des Leiters. Das tut es im Rahmen seiner Möglichkeiten auch: der Forscherdrang der Mitarbeiter kann sich, so gut es die Umstände zulassen, bei den Notgrabungen austoben, von denen es pro Jahr über 100 gibt. Allerdings nur da. Forschungsgrabungen, so genannte „Lustgrabungen“, führt das BLFD nicht durch.

Insgesamt erhielt ich den Eindruck, dass die Herren die Qualität der Durchschnittsfunde von Sondengängern und die Häufigkeit, mit der Befunde gestört werden, sehr überschätzten und dass sie mit dem realen Sondengängeralltag wenig vertraut sind.

Wir verblieben so, dass sie mir weiterhin keine Genehmigung geben werden, ich meine Funde aber nach wie vor melden kann. Am liebsten wäre es ihnen wohl gewesen, wenn ich die Sondengeherei ganz aufgegeben hätte, was natürlich nicht in Frage kam. Als Exkurs für den archäologiehistorisch interessierten Leser sei hier an T.E. Lawrence erinnert, der später als „Lawrence von Arabien“ zu Weltruhm gelangte, ursprünglich aber als Archäologe in den Nahen Osten reiste [5]. Auch er diskutierte Forschungspläne mit den etablierten Vertretern der Archäologie an seiner alma mater Oxford, und wenn sie abrieten entgegnete er „Gut, ich werde es also tun.“ Das traf bei seinen Gesprächspartnern zwar nicht immer auf Wohlwollen, zeugte jedoch von der Entschlossenheit, die für jede Wissenschaft ungleich wichtiger ist als das unbedingte Vermeiden jedweder Ordnungswidrigkeit oder Dissonanz.


Zusammenfassung
Das Gespräch diente dem Kennenlernen der Position der anderen Seite. Gemeinsame Aktivitäten wurden nicht vereinbart.

Die Position des BLFD in der Sondengängerfrage wird durch folgende Punkte gekennzeichnet:

Nachtrag 2.1.09: Kein Schatzregal in Bayern

Seit dem Gespräch ist geraume Zeit vergangen. Mittlerweile ist Herr Dr. Sommer mit seinem Versuch das Schatzregal auch in Bayern einzuführen offiziell gescheitert.

Fußnoten

[1] Tagung des Landesarchäologen in Treis-Karden 2005 mit dem Schwerpunktthema „Raubgräber“

[2]
Ein Auszug des Materials findet sich auf meiner Website "Sondengänger". Die Seite "Fundverteilung in Raum und Zeit" ( http://www.sondengaenger.eu/suchen/17ssdivisionberlichingen2/fundverteilung.html ) und die nachfolgenden Seiten sind Teil eines Suchberichts. Thema: 2. Weltkrieg.

[3] §12 Abs.2 BayDSchG
„… Die Denkmalpflege umfasst auch die Erforschung der Denkmäler, …“

[4] http://www.blfd.bayern.de/blfd/

[5] Z.B. T.E.Lawrence, „Die Wüste Zin“ oder siehe auch seine Abschlussarbeit in Oxford über mittelalterliche Burgen in der Levante.


(C) Thorsten Straub, www.sondengaenger-deutschland.de